Eine Flussbeschreibung der Wied für Kajakfahrer

Die Wied ist ein 102 Kilometer langer östlicher Nebenfluss des Rheins.

Sie entspringt im Westerwald bei dem kleinen Ort "Linden" und endet im Rhein bei Neuwied.

Hierbei durchquert sie den gesamten Naturpark Rhein Westerwald.

Die Wied ist auf ca. 78 Kilometern befahrbar. Der Ersteinstieg der Wied, liegt bei dem kleinen Ort "Michelbach" bei Altenkirchen.

Allerdings befahren die meisten Paddler die Wied ab Döttesfeld. Hier gibt es sogar einen Parkplatz direkt an der Wied für Paddler.

Ich möchte auf die einzelnen Flussabschnitte eine genaue Beschreibung geben.

 

Die Abschnitte sind:

1. Michelbach bis Döttesfeld   ca. 2h

2. Döttesfeld bis Neustadt Wied ca. 2h

3. Neustadt Wied bis Roßbach ca. 3h

4. Roßbach bis Laubachsmühle ca. 3h

5. Laubachsmühle bis Mündung ca. 1h

 

Wobei einige Abschnitte gerne miteinander kombiniert werden.

Das wären die Klassiker:

1. Michelbach bis Neustadt Wied ca. 4h

2. Döttesfeld bis Roßbach ca. 5 h

3. Roßbach bis Laubachsmühle ca. 3h

 

Den Abschnitt

Laubachsmühle bis Mündung beschreibe ich auf der folgenden Seite separat!

Denn dieser als eigentlich "nicht befahrbar" bezeichnete Abschnitt, sollte nur von Erfahrenen Paddlern befahren werden. Dabei bezieht sich meine Beschreibung auf die Befahrung ab Pegel 120cm. Bei Niedrigwasser ist es sehr schwierig, da hier enorm viel Wasser für zwei Stahlwerke abgeführt wird.

 

 

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Abschnitt 1 Michelbach bis Döttesfeld ca, 18,8 km

Hier ist die Wied noch ein kleiner Wiesenbach mit vielen engen Kurven und zahlreichen Strauchhindernissen. Hier bedarf es doch einiger Erfahrung und Kenntnis. Nicht mit zweier Kajaks oder Kanadier befahrbar. Außerdem benötigt man die Muße evtl. einige Male auszusteigen. Aber ein sehr reizvoller Abschnitt der Wied. Sehr ursprünglich. Einige kleine Wehrstufen und Stromschnellen, sorgen auch hier für ausreichend Spaß. 

Einstieg ist die Autobrücke vor Michelbach. Parkmöglichkeit! 

50.682323, 7.662002

Dann geht es sehr Kurvenreich und mittlerweile (2016)mit vielen Hindernissen in Richtung Altenkirchen bevor es dann südlich Richtung Neitersen geht. In Altenkirchen teilt sich die Wied in den Mühlengraben. Hier links halten. Dann weiter and der B265 vorbei bis Neitersen. Die Wied hat nun mehr Breite durch einige Zuflüsse. Hier gibt es einige kleine Wehre, die aber ohne Probleme durchfahren werden können. Allerdings, ohne Spritzdecke läuft das Boot voll. Dann durchs wunderschöne ruhige Obere Wiedtal bis Döttesfeld. Die ersten 18 km sind geschafft. Hier gibt es einen Anleger mit Parkplatz direkt an der Wied. Sehr Kajakfreundlich hier. 

 

Abschnitt 2 Döttesfeld bis Neustadt / Wied 17,6 km

Der folgende Abschnitt ist der wahrscheinlich gemütlichste Abschnitt. Teilweise ein offener Wiesenfluss aber auch teilweise durch steile Täler. 

Kurz hinter Döttesfeld ist die Wehrstufe die umtragen werden kann. Aber wer es wild mag ist hier richtig. Ab runter da. Bei einem 120er Pegel macht es besonders Spaß. Dann unter der Brücke durch an der Straße vorbei bis nach Oberlahr. In Oberlahr wartet auch eine Wehrstufe die durchfahren werden kann. Aber auch hier ist eine Spritzdecke wichtig. Dann Burglahr und Peterslahr. Hier wird es spannend. Kurvenreich geht es durch die Mettelshahner Schweiz. Beindruckendes Felsmassiv.

Dann in Neustadt Wied unter der Brücke ein paar kleinere Stromschnellen. Dann durch Neustadt durch und unter der Autobahnbrücke A3 aussteigen. Auch hier gibt es genügend Parkmöglichkeiten.

Die Wied hat übrigens nun eine ordentliche Breite und vor allem bei Hochwasser einen ordentlichen Zug.

Kann im Sommer gefährlich werden, da in den Kurven die Strömung regelmäßig unter die Bäume zieht.  

 

Abschnitt 3 Neustadt bis Roßbach / Wied 12,6 km

Den Einstieg wähle ich genau unter der gewaltigen Autobahnbrücke. Parkmöglichkeiten sind vorhanden. Locker flockig geht es Richtung Wiedmühle. Hier ist die Wied an der Straße rechts in eine steile Mauer gefasst. Hier geht es ordenltlich rund bei hohem Pegel. Dann sehr Kurvenreich Richtung Oberhoppen, Hier ist die Wied leider im Moment sehr verblockt. Eine geschlossene Buschbarriere. Sicherer ist es zu umgehen. Man erkennt die Stelle frühzeitig. Dann Richtung Anxbach wo ein nettes Schild auf die Bootsfahrer wartet. "AN ALLE FALTBOOTFAHRER". Aber seht selbst. Nun weiter Richtung Weißenfelser Lay. WOW. Hier geht es echt zur Sache bei einem Pegel von 130cm. Aber auch bei Niedrigwasser 80-90 kommt man zu ausreichend Spaß. Dann Roßbach voraus. Ausstieg ist der Campingplatz an der Hängebrücke. Genügend Parkplätze. 

Abschnitt 4 Roßbach bis Laubachsmühle 17,8 km

Mein Zweit liebster Abschnitt. Von Roßbach aus geht es erst einmal locker Richtung Waldbreitbach. Vor Waldbreitbach staut sich die Wied auf. Hier wartet am Ende eine Interessante Wehrstufe die von mutigen Überfahren werden kann. Bitte aber nicht Mittig fahren, da ein starker Rückfluss herrscht. Am besten Links halten. Eine schöne Vorbereitung auf das was noch kommt. Dann 500 Meter weiter wurde das erste Wehr bereits zurück gebaut und durch Wasserbausteine ersetzt. Tolle Wildwasserstrecke. Dieser Spot hat den Namen, "little mill". Macht auch echt Spaß unten auszusteigen und noch 2-3 mal runter zu fahren. Wenn ihr genug habt weitere 500 Meter in den nächsten Stau. Das Hausener Wehr. Völlig Wahnsinn das hinunter zu fahren. Geht erstens nur bei einem Pegel ab 140 und zweitens nur mit einer Person die am Ufer Rettung gewährleistet. Eine Alternative ist ganz links die Fischtreppe. Macht auch Höllisch Spaß. Aber frühzeitig nach Links unter die Bäume wechseln. Dieser Spot heißt "dirty waters".

Für wen das alles nicht ist, 50 Meter vor dem Wehr aussteigen und umtragen. Bei einem Pegel unter 90 geht es unter dem Wehr nur schwer vorwärts. Hier werden gut 70 % des Wasser für Stromerzeugung abgeleitet und das auf etwa 500 Metern.

Dann weiter nach Niederbreitbach wo zwei alte Wehre zurückgebaut wurden. Leicht zu durchfahren. 

Dann weiter durch Niederbreitbach, richtung Bürder. Hier wartet ein Monsterfelsen im Wasser der ein gefährliches Kehrwasser erzeugt. Nicht zu unterschätzen. Dann locker weiter bis Datzeroth. Hinter Datzeroth geht es auf den Berg zu. Die Wied teilt sich. hier. Auf jeden fall links halten, denn hier gibst reichlich Spaß. :-) 

Dann ganz locker am Friedrichsthal vorbei bis zur Laubachsmühle. Ausstieg voraus. Parkmöglichkeiten vorhanden. 

 

Abschnitt 5 Laubachsmühle bis Mündung 9,5 km

"Wer möchte schon Leben ohne den Trost der Bäume"

(Günther Eich)